Warum unterschätzen so viele Menschen die Auswirkungen von Karies?

Warum unterschätzen so viele Menschen die Auswirkungen von Karies?

„Karies“… für viele klingt das nach etwas Harmlosen. Ein kleines Loch im Zahn, ein bisschen Zahnschmerz, der sich leicht ignorieren bzw. schnell beheben lässt. Doch tatsächlich kann unbehandelte Karies weitreichende Folgen haben, und nicht nur einen einzelnen Zahn, sondern auch größere Teile des Gebisses betreffen.

Warum also nehmen viele Menschen das Risiko nicht ernst genug? Die folgenden Abschnitte beantworten diese und weitere Fragen.

Was ist Karies überhaupt?

Karies entsteht durch Bakterien im Mund, die Zucker und andere Kohlenhydrate in Säuren umwandeln. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an und erzeugen kleine Löcher. Anfangs merkt man oft gar nichts. Keine Schmerzen, keine sichtbaren Veränderungen. Genau das ist einer der Gründe, warum Karies oft unterschätzt wird. Viele denken: „Ach, das ist doch nur ein kleines Loch. Das lasse ich später reparieren.“ Wie ein professioneller Zahnarzt in Ingolstadt aber betont, sollte man allerdings nicht zu lang warten, bevor man einen Experten konsultiert.

Ohne Behandlung kann die Karies tiefere Zahnstrukturen erreichen und bis zum Dentin und dem Zahnmark vordringen. Dann treten Schmerzen auf, die Zähne reagieren empfindlich auf Kälte, Wärme oder Süßes. Unbehandelt kann Karies zu Entzündungen führen, die den gesamten Zahn zerstören.

Frühe Symptome werden häufig ignoriert

Charakteristisch ist zudem, dass die ersten Symptome oft minimal sind. Ein leichtes Ziehen beim Kauen, kurzfristige Empfindlichkeit, kleine Verfärbungen. All das wird leicht übersehen. Viele Menschen, nicht nur Angstpatienten, gehen erst zum Zahnarzt, wenn starke Schmerzen auftreten. Dann ist der Schaden schon größer, und die Behandlung aufwendiger.

Kurze, regelmäßige Kontrolltermine könnten viele Probleme verhindern. Trotzdem scheuen viele Patienten diese Termine. Hier zeigt sich ein entscheidender Punkt: Die unterschätzten Risiken liegen nicht nur in der Krankheit selbst, sondern auch im individuellen Verhalten.

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Eine wichtige Erkenntnis: Karies betrifft nicht nur den Zahn

Viele denken, Karies sei ein rein zahnmedizinisches Problem. Doch das stimmt nicht. Entzündungen im Zahn können:

  • sich auf das Zahnfleisch ausbreiten
  • Kieferknochen angreifen
  • sogar systemische Erkrankungen beeinflussen.

Studien zeigen, dass schwere Zahninfektionen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere chronische Krankheiten erhöhen können.

Das bedeutet: Ein „kleines Loch“ kann, wenn es ignoriert wird, langfristig gesundheitliche Konsequenzen haben. Die Karies selbst ist harmlos im Anfangsstadium, aber die Folgen können weit über den Mundraum hinausgehen.

Wie wichtig sind Ernährung und Mundhygiene?

Ein Grund, warum viele Menschen Karies unterschätzen, ist fehlendes Bewusstsein für die Ursachen. Zuckerhaltige Snacks, Softdrinks und unregelmäßiges Zähneputzen erhöhen das Risiko erheblich. Wer glaubt, dass gelegentliches Zähneputzen ausreicht, täuscht sich.

Dabei ist die Prävention relativ einfach: Regelmäßiges Putzen, die Verwendung von Zahnseide und fluoridhaltige Zahnpasta können Karies in der Regel stark reduzieren.

Aber auch hier spielen Gewohnheiten eine Rolle. Eine verlässliche Zahnpflege lässt sich durchaus antrainieren.

Auch psychologische Gründe spielen eine Rolle

Dass Karies unterschätzt wird, lässt sich in vielen Fällen auch psychologisch begründen. Schmerzen, die noch nicht stark sind, wirken nicht dringlich. Viele Menschen neigen dazu, Risiken zu verdrängen, solange sie nicht akut spürbar sind. Das gilt für Karies genauso wie für andere gesundheitliche Themen.

Ein weiterer Faktor: Mangelndes Wissen. Nicht jeder weiß, wie schnell sich Karies ausbreiten kann oder welche Folgeprobleme entstehen können. Wer sich informiert, behandelt Karies oft eher frühzeitig. Wer die Informationen ignoriert, riskiert Komplikationen.

Früherkennung kann helfen, Zähne zu retten

Die gute Nachricht ist: Früherkennung funktioniert oft, wenn es darum geht, Zähne bestmöglich zu erhalten. Zahnärzte können beginnende Karies oft schon erkennen, bevor sie Schmerzen verursacht. Röntgenbilder, spezielle Untersuchungen oder fluoreszierendes Licht helfen, kleine Schäden sichtbar zu machen.

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Frühzeitig behandelt, kann ein kleiner Defekt oft mit minimalinvasiven Methoden repariert werden. Keine Wurzelbehandlung, keine Extraktion, keine teuren Implantate. Der Aufwand bleibt gering und die Zähne im Idealfall gesund.

Abschließende Tipps für den Alltag

Worauf sollte man achten, wenn man Karies ernstnehmen möchte, bevor es zu spät ist? Die folgenden Tipps helfen weiter:

  • Regelmäßige Kontrolle: Zwei Zahnarztbesuche pro Jahr reduzieren das Risiko, dass Karies sich stark ausbreitet
  • Zähneputzen (und Zahnseide): morgens und abends, mindestens zwei Minuten.
  • Zucker reduzieren: Hin und wieder kleine Snacks sind erlaubt, wenn die Zahnpflege stimmt.
  • Fluorid nutzen: Zahnpasta oder Mundspülungen mit Fluorid stärken den Zahnschmelz.
  • Auf erste Symptome achten: Empfindlichkeiten nicht ignorieren und im Zweifel kurz nachschauen lassen